Klimaschutz fängt bei uns selbst an

Unter: www.klima-sucht-schutz.de finden Sie zahlreiche Tipps, wie Sie selbst einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Klimaschutz geht uns alle an, deshalb fangen Sie bei sich selber an!

Bedeutung der Windenergie in Deutschland

Strom ist nur einer von vielen Energieträgern. Daneben verbrauchen wir Gas, Heizöl, Kraftstoff, Kohle, etc. um insbesondere Wärmeenergie zu gewinnen und Fahrzeuge zu bewegen.

 

Windräder sind aber fast ausschließlich für die Stromerzeugung geeignet und werden hierzu verwendet. Der Stromverbrauch hat aber nur einen Anteil von 20,9% am gesamten Endenergieverbrauch (siehe nachstehende Tabelle des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie). Die etwa 22.000 Windräder liefern aber nur ca. 7% des Stroms. Bezieht man also den Anteil der Windenergie auf die tatsächlich verbrauchte Energie gelangt man zum Ergebnis, dass 98% der verbrauchten Energie in Deutschland nicht aus Windkraft stammen. Dieser Anteil lässt sich auf einen höheren einstelligen Anteil nur steigern, wenn man Windkraft in Deutschland auch auf See gewinnt. 

Energieverbrauch Deutschland BMWi
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Die Bedeutung der Windenergie wird oft größer dargestellt als sie tatsächlich ist. Dies wird dadurch erreicht, dass die installierte Windenergieleistung angegeben wird: ca. 26.000 MW. Interessant ist aber nicht, was die Anlagen leisten könnten, sondern wie viel Strom sie tatsächlich in einem Jahr liefern. Das sind aber nur ca. 40 TW/h des Jahresstromverbrauchs. Insgesamt werden aber etwa 600 TW/h Strom jährlich benötigt.

 

So ist es auch in Schlangenbad / Bad Schwalbach: Die Nennleistung wird in den Vordergrund gestellt: 3 MegaWatt je Anlage. Interessant ist aber nur was die Anlage unter den Windverhältnisse vor Ort tatsächlich leisten wird. Das ist aber nur ein kleiner Bruchteil von dem was erreicht werden könnte. An einem guten Standort wäre das doppelte zu erreichen.

 

Obwohl die Bedeutung der Windenergie vielfach überschätzt wird, leistet sie natürlich einen sehr wichtigen Beitrag zur Schonung unserer Ressourcen und zur Abschwächung des Klimawandels. Wichtig ist, dass die Anlagen einen optimalen Stromertrag leisten und so bestmöglich diese Ziele erreichen. Der Standort Schlangenbad ist aber nur mäßig als Windkraftstandort geeignet. Die Windräder erreichen hier nicht ihren eigentlichen Zweck, sondern sind nur eine Form der Geldanlage.

Erneuerbare Energieträger - destatis.pdf
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Windkraftstandorte im Binnenland bald ausgereizt

Die Vorzüge der Windkraft wurden nicht erst gestern entdeckt. Da nunmehr die "sehr guten bis befriedigenden" Standorte im Binnenland und an der Küste besetzt sind, werden nunmehr auch mäßig bis wenig geeignete Windstandorte erschlossen, obgleich weitaus größere potentiale auf See bestehen.

 

Dort wäre das Geld klimafreundlicher zu investieren und würde uns schneller unabhängig von Atomstrom machen. Die Abführung großer Windenergieleistungen über lange Entfernungen wird von der Deutschen Energie Agentur (Seite 9) als technisch machbar bewertet.

 

Problematisch ist, dass die (abgesehen vom Repowering) weitgehend ausgereizten Windenergiegewinnung an Land den Ausbau auf See ausbremsen könnten. Nach der dena Netzstudie I aus dem Jahr 2005 ergibt sich bereits, dass sich für die Bundesländer Saarland, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern nur noch ein Anteil am Restausbaupotential  Windenergie von 9,2% besteht (dena Netzwerkstudie I Seite 13).  Bis zum Jahre 2030 sollen bis zu 25.000 Megawatt Leistung in den Offshore-Windparks der deutschen Nord- und Ostsee installiert sein (Quelle dena 2009). Das entspricht annähernd der heute an Land installierten Leistung. Nur durch Off-Shore Windparks kann der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung im Zeitraum 2020 bis 2025 von derzeit 15,1 (Quelle: BMU - Kurzinfo Windenergie) auf bis zu 30 Prozent gesteigert werde.